Schamgefühl bei Erschöpfung,Burnout und Depressionen


WARUM MENSCHEN SICH SCHÄMEN, WENN SIE NICHT MEHR KÖNNEN - WEGE DIE HERAUSFORDERUNG ZU ÜBERWINDEN

Trotz zahlreicher Behandlungsmethoden bleiben viele Betroffenen mit ihrer Krankheit allein. Laut Schätzung leiden in Deutschland mehr als 4 Millionen Menschen an Depressionen, ohne dass sie Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen.

WAS SIND DIE URSACHEN DAFÜR?

In unserer heutigen Optimierungsgesellschaft passen Erschöpfung und psychische Erkrankungen nicht ins Bild, und das „Höher – Schneller – Weiter Prinzip“ scheint kein Ende zu nehmen.
Dabei sind Depressionen, Erschöpfung und Burnout ernstzunehmende Erkrankungen, die Menschen jeden Alters und Hintergrunds betreffen können
Neben den bekannten Zuständen wie Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Energiemangelkommen bei den meisten Betroffenen auch noch ein starkes Schamgefühl dazu.

SCHAM BELASTET DEN KRANKHEITSVERLAUF NOCH ZUSÄTZLICH UND ERSCHWERT DEN HEILUNGSPROZESS.

In meiner Praxis höre ich immer wieder, dass sich die Betroffenen schuldig fühlen, da sie kaum noch in der Lage sind, ihren alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden.
Erschöpfung, Burnout und Depressionen werden als ein persönliches Versagen empfunden.
Auch der Vergleich mit anderen Menschen, die scheinbar mühelos ihren Alltag bewältigen, ruft ein Gefühl von Unzulänglichkeit hervor und verstärkt das Schamgefühl noch weiter.

GESELLSCHAFTLICHE STIGMATISIERUNG

spielt ebenfalls eine Rolle bei den Schamgefühlen von Depressionen, Erschöpfung und Burnout.
In unserer Leistungsgesellschaft werden Schwäche und Erschöpfung oft als Zeichen von Versagen oder fehlender Leistungsfähigkeit betrachtet.
Betroffene haben Angst vor der sozialen Ächtung oder dem Verlust ihres beruflichen Ansehens, wenn sie über ihre Zustände sprechen.
Dies verstärkt das Schamgefühl zusätzlich und erschwert den offenen Umgang mit diesen Erkrankungen. Außerdem erschwert das Schamgefühl den Heilungsprozess.
Ich sehe es als persönliche Pflicht, die Vorurteile über psychische Erkrankungen, wie Erschöpfung, Burnout und Depressionen abzubauen. Niemand sollte sich deswegen schämen müssen.
Betroffene brauchen Verständnis und Ermutigung sich professionelle Hilfe zu suchen.
Jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten.

DIE AUSWIRKUNGEN DES SCHAMGEFÜHLS AUF DEN KRANKHEITSVERLAUF

Betroffene neigen dazu, sich zurückzuziehen und ihre Probleme für sich zu behalten. Sie vermeiden soziale Kontakte, um nicht mit ihrer vermeintlichen Schwäche konfrontiert zu werden. Dieser Rückzug verstärkt jedoch oft das Gefühl der Isolation und Einsamkeit, was wiederum die Symptome von Depressionen, Erschöpfung und Burnoutverschlimmern kann.

SCHAMGEFÜHL IST NICHT GERECHTFERTIGT

Depressionen, Erschöpfung und Burnout sind ernsthafte gesundheitliche Probleme, die Menschen jeden Alters und Hintergrund betreffen können. Sie sind nicht das Ergebnis persönlichen Versagens oder mangelnder Stärke. Angemessene Unterstützung, wie Psychotherapie, geführte Selbsthilfegruppen, professionelle Gespräche mit Fachpersonal und vertraute Personen können helfen, die Situation zu bewältigen und den Heilungsprozess zu unterstützen.

WAS KANNST DU TUN?

Es ist wichtig, eine unterstützende Umgebung zu schaffen. Freunde, Familie und professionelle Helfer können Dir beistehen und Dich ermutigen, über Deine Gefühle zu sprechen.
Professionelle Hilfe anzunehmen, wie zum Beispiel die Psychotherapie ist keine Schwäche, Sondern ein mutiger Schritt auf dem Weg zu Deiner Gesundheit.
Auch der Austausch in geführten Selbsthilfegruppen oder professionellen Online-Foren können ebenfalls hilfreich sein, dass Du Dich verstanden fühlst und Du somit Dein Schamgefühl reduzieren kannst.

GANZHEITLICHE GESUNDHEIT

Zusätzlich zu den therapeutischen Ansätzen und Angeboten, kann es Dir auch helfen, Deinen Lebensstil einmal zu hinterfragen. Regelmäßige Bewegung, gesunder Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und Meditationen können Dich positiv unterstützen.

DU BIST NICHT ALLEIN!

Ein erster Ansprechpartner könnte Dein Hausarzt sein. Scheue Dich nicht davor zu wechseln, wenn Du Dich nicht verstanden fühlst. Sprich mit einem Menschen Deines Vertrauens über Deine Umstände. Vielleicht fällt es Dir leichter, wenn Dich jemand bei den Hilfsangeboten begleitet und unterstützt. Hier findest Du Informationen zum Thema Depressionen und Hilfsangebote.

www.patienten-information.de
www.deutsche-depressionshilfe.de

So schwierig es auch zu sein scheint, Dich zu überwinden Hilfe anzunehmen – mache Dir immer wieder bewusst, es geht um Deine Gesundheit. Du bist verantwortlich dafür!
Hilfe ist verfügbar. Deine Schamgefühle dürfen Dich nicht daran hindern, eine Unterstützung in Anspruch zu nehmen, die den Heilungsprozess fördert und die Du verdienst.

Wenn Du möchtest, melde Dich gerne zu meinem Newsletter an, dann kann ich Dich zu diesen Themen weiterhin informieren.
In Kürze findet ein kostenloses Webinar über Erschöpfung,
Burnout und Depressionen statt.
Ich freue mich, wenn du dabei bist!

Brita Wensauer

„Ich übe mich in Akzeptanz“
Eine wichtige Grundlage auf dem Weg zu Heilung und Genesung


AKZEPTANZ BEI ERSCHÖPFUNG, BURNOUT UNDDEPRESSIONEN

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

Thomas befindet sich seit einigen Monaten in einer depressiven Phase. Er fühlt sich häufig niedergeschlagen, hat wenig Energie und Interesse an den Dingen, die er früher gerne getan hat. Anstatt diese Phase zu akzeptieren, hat Thomas versucht sie zu ignorieren oder zu bekämpfen.
Das hat ihn noch mehr Kraft gekostet. Er war wütend, sich so schwach zu fühlen und unfähig seinen bisherigen Alltag zu meistern.

Als Thomas in meine Praxis kommt, arbeite ich mit ihm an Maßnahmen, seine depressive Phase zu verstehen und zu akzeptieren. Ich erkläre ihm, dass es keine persönliche Schwäche ist und welche Faktoren zu seinem jetzigen Zustand geführt haben.

Danach konnte er besser akzeptieren, dass es im Moment in Ordnung ist, sich müde und niedergeschlagen zu fühlen. Wir erarbeiten einen Plan, was jetzt wichtig ist und was nicht.

Es dauerte eine Zeit, bis Thomas sich mit Mitgefühl zu begegnen konnte.
Anschließend konnten wir viel besser mit lösungsorientierten Ansätzen arbeiten.
Zusammen haben wir einen konstruktiven Weg für seine Therapieziele gefunden

REALITÄTSANNAHME

Die Akzeptanz Deiner Depression bedeutet, dass Du die Realität
Deiner aktuellen Situation anerkennst. Du erkennst an, dass Du
Dich in einer schwierigen Phase befindest.

Du bist mit intensiven Gefühlen von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Motivationsmangel, Scham und Angstkonfrontiert.
Wenn Du es schaffst diese Realität zu akzeptieren, gelingt es Dir viel besser angemessene Schritte zur Bewältigung zu unternehmen.

MITGEFÜHL

Es ist kontraproduktiv Dich selbst zu kritisieren oder Dich schuldig zu fühlen. Du hast nichtversagt.
Du brauchst Verständnis für Deine Umstände und es wichtig, Dir mit Geduld zu begegnen

SELBSTMANAGEMENT

Wenn Du es schaffst Deinen Zustand zu akzeptieren, lernst Du Deine momentanen Grenzen anzuerkennen und Deine Ressourcen entsprechend zu managen.
Du gestattest Dir weniger Energie, Motivation, Konzentration und Leistungsfähigkeit zu haben als gewöhnlich. Es ist wichtig, dass Du Dir bewusst machst, was im Moment möglich ist und was nicht.

WAS BRAUCHST DU JETZT DRINGEND?

Bist Du in der Lage, Deine Bedürfnisse zu benennen und auch umzusetzen? Wenn nicht, scheue Dich nicht davor, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Betroffenen fällt es mitunter schwer, in diesen Situationen die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Psychotherapie und qualifizierte Selbsthilfegruppen können Dir hier gut weiterhelfen.

PERSPEKTIVEN UND NACHHALTIGKEIT

Die Akzeptanz von Erschöpfung, Burnout und Depressionen hilft Dir dabei eine andere Perspektive einzunehmen. Es ist ein Prozess, in dem es Höhen und Tiefen gibt. Heilung und Genesung brauchen Zeit, und zwar genau so viel, wie Du benötigst. Du brauchst Zuversicht, dass es Möglichkeiten und Veränderungen gibt, die Dich auf Deinem Weg fortschrittlich begleiten.

Deine Umstände sind behandelbar. Es gibt heute viele verschiedene Ansätze, die Dir dabei helfen können. Manchmal braucht es ein wenig mehr Zeit, bis das Richtige und für Dich Stimmige dabei ist.

GEDULD

Übe Dich in Akzeptanz und Geduld. Es ist ein wichtiger Schritt, um mit Deiner Situation konstruktivumzugehen. So kannst Du Dir in Mitgefühl begegnen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

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In Kürze findet ein kostenloses Webinar über Erschöpfung, Burnout und Depressionen statt.
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Britta Wensauer

Angst und Panik bei Erschöpfung, Burnout und Depressionen


DEINE WEGE ZUR BEWÄLTIGUNG VON ANGST UND PANIK

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

Anna war eine lebenslustige und energiegeladene Frau, die immer für andere da war. Sie hatte jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg immer mehr Verantwortung übernommen und sich selbst vernachlässigt. Die andauernde Erschöpfung und Überlastung führten letztendlich zu einem Burnout und einer mittelschweren Depression. Anna fühlte sich hilflos und zusätzlich von Ängsten geplagt.

Nachdem sie sich dazu entschieden hatte, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, begann Anna eine kognitive Verhaltenstherapie. Ich konnte ihr dabei helfen, die negativen Gedankenmuster zu identifizieren, die zu ihrer Angst beitrugen. Sie erkannte, dass sie sich selbst enormen Druck auferlegt hatte und sich ständig Sorgen machte, nicht den Erwartungen gerecht zu werden.

Im Rahmen ihrer Therapie erlernte Anna Techniken zur Stressbewältigung und Entspannung. Sie lernte, ihre negativen Gedanken wahrzunehmen und umzukehren. Auch blockierende Glaubenssätze konnten wir aufspüren und Schritt für Schritt umwandeln. Dies half ihr, ihre Ängste zu mindern und wieder mehr Kontrolle über ihr Leben zu erlangen.
Parallel dazu konzentrierte sich Anna auch auf ihre Selbstfürsorge. Sie begann, regelmäßig Pausen einzulegen, sich Ruhezeiten zu gönnen und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Dazu gehörte auch „Nein sagen“ lernen, ohne Angst abgelehnt zu werden.

Im Laufe der Zeit erlangte Anna zunehmend Kontrolle über ihre Ängste und Panikattacken.
Sie bemerkte, dass sie wieder mehr Lebensfreude empfand und ihre Energie zurückkehrte. Obwohl es immer wieder Rückschläge gab, blieb Anna entschlossen und setzte ihre Therapie und Selbstfürsorge weiter fort. Schritt für Schritt gewann sie ihre Stärke zurück und begann, ihre Ängste zu überwinden. Heute ist Anna ein inspirierendes Beispiel für die Bewältigung von Ängsten bei Erschöpfung, Burnout und Depressionen. Sie hat gelernt, auf sich selbst zu achten, ihre Grenzen zu respektieren.

ANGST UND PANIK SIND HÄUFIGE BEGLEITERSCHEINUNGEN VON ERSCHÖPFUNG, BURNOUT UND DEPRESSIONEN

Die überwältigenden Gefühle können das Leben der Betroffenen stark beeinflussen und den Heilungsprozess erschweren. In diesem Artikel möchte ich Dir Wege aufzeigen, wie man Ängste und Panikattacken bei diesen Erkrankungen bewältigen kann.
Erschöpfung, Burnout und Depressionen gehen oft mit einem erhöhten Stressniveau einher, was wiederum die Anfälligkeit für Angststörungen und Panikattacken erhöht.

ANGST VOR KONTROLLVERLUST

In meiner Praxis höre ich immer wieder, dass die Menschen sich mit ihren Zuständen völlig überfordert fühlen. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Angst, die Kontrolle zu verlieren und oder „verrückt" zu werden. Sie sind von irrationalen Ängsten geplagt. Die Angst kann sich in verschiedenen Formen äußern, wie beispielsweise generalisierte Angststörungen soziale Phobien oder Panikattacken.

AKZEPTANZ

Eine der ersten Schritte zur Bewältigung von Ängsten und Panik ist die Anerkennung und Akzeptanz der eigenen Situation. Es ist wichtig zu verstehen, dass Angst und Panik keine Schwäche darstellen, sondern erst einmal normale Reaktionen des Körpers sind. Hierbei sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen, warum es zu Deiner Überforderung und extremen Stresserleben gekommen ist.

PROFESSIONELLE HILFE

In Eigen-Therapie finde ich es mitunter schwierig, diese Umstände zu heilen. Eine professionelle Therapie oder Beratung kann jedoch hilfreich sein, Probleme besser zu verstehen und Wege zur Bewältigung aufzuzeigen. Es ist wichtig zu erkennen, dass es keine Schande ist, Hilfe von außen anzunehmen, und eine professionelle Unterstützung den Heilungsprozess erleichtern.

KOGNITIVE VERHALTENSTHERAPIE

Eine effektive Methode zur Bewältigung von Ängsten ist die kognitive Verhaltenstherapie. Diese Therapieform zielt darauf ab, negative Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und sie durch positive und konstruktive Gedanken zu ersetzen. Durch das Erlernen von Bewältigungsstrategien können Betroffene ihre Ängste und Paniksymptome kontrollieren und reduzieren.

SELBSTFÜRSORGE, WAS KANNST DU ZUSÄTZLICH TUN?

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Bewältigung von Ängsten und Panik ist die Selbstfürsorge.
Du kannst darauf achten, Dir ausreichend Ruhe und Erholung zu gönnen, gesunde Schlafgewohnheiten zu entwickeln und regelmäßige Bewegung in Deinen Alltag zu integrieren.
Eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Alkohol- und Koffeinkonsum tragen zu Deinem Wohlbefinden bei.

SOZIALE UNTERSTÜTZUNG

spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Ängsten.
Der Austausch mit Vertrauenspersonen, Familie oder Freunden kann hilfreich sein, um Ängste zu teilen und Verständnis zu erfahren. Es kann auch hilfreich sein, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, in der man sich mit Menschen austauschen kann, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

ES GIBT NICHT EINE RICHTIGE METHODE

Es ist wichtig zu betonen, dass jeder Mensch individuell ist und verschiedene Wege zur Bewältigung von Ängsten und Panik finden kann. Was für den einen funktioniert, muss nicht zwangsläufig für den anderen gelten. Daher ist es ratsam, verschiedene Techniken und Ansätze auszuprobieren, um herauszufinden, was am besten zu Dir passt.
Abschließend sei gesagt, dass es möglich ist, Ängste und Panik bei Erschöpfung, Burnout und Depressionen zu bewältigen. Mit der richtigen Unterstützung, professioneller Hilfe und einem individuell angepassten Behandlungsplan kannst Du Wege finden, um Deine Ängste zu kontrollieren und ein erfüllteres Leben zu führen.

SEI GEDULDIG MIT DIR

Wichtig ist, dass Du Geduld mit Dir hast und Dich nicht scheust, Hilfe anzunehmen.
Jeder Schritt auf dem Weg zur Bewältigung von Ängsten ist ein Schritt in Richtung Genesung und Wohlbefinden.

Wenn Du möchtest, melde Dich gerne zu meinem Newsletter an, dann kann ich Dich zu diesen Themen weiterhin informieren.
In Kürze findet ein kostenloses Webinar über Erschöpfung, Burnout und Depressionen statt.
Ich freue mich wenn du dabei bist!

Britta Wensauer

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